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It’s all about food!

Das Thema Ernährung hat die Wissenschaft schon vor vielen Jahren beschäftigt, und es wird auch heute zunehmend diskutiert. Das Angebot verschiedener Diäten, Nahrungsergänzungsmittel und Ernährungsberatungen wird immer größer. Aber das Resultat einer gesünderen Gesellschaft bleibt aus. Im Gegenteil: Adipositas nimmt weiter zu!

Ich möchte hier weniger die gesellschaftlichen Hintergründe beleuchten oder Kritik an unserem Konsumverhalten und Lebensstil äußern, sondern viel mehr aus meiner Erfahrung sprechen. Ich habe mich Anfangs wenig für das Thema Ernährung interessiert und einfach gegessen und getrunken, worauf ich Lust hatte. Abnehmen wollte ich auch nicht, also wozu sollte ich darüber nachdenken?

Erst in den letzten Jahren habe ich zunehmend reflektiert, was ich meinem Körper eigentlich zuführe und welchen Einfluss das auf meinen Stoffwechsel und damit mein Wohlbefinden hat. Fehlende Energie oder eine schlechte Verdauung nach den Mahlzeiten waren keine Seltenheit und hatten direkt Einfluss auf mein körperliches und emotionales Wohlbefinden. Wo geht es also los? Welche Ernährung ist die Richtige? Wann, was und wieviel soll ich essen? Wenn man anfängt, sich mit dem Thema zu beschäftigen, wird man erschlagen von Inhalten. Ich habe schon verschiedene Dinge ausprobiert: Paleo, low carb, weight watchers, Blutgruppendiät, Ayurveda… Und heute ist die Wissenschaft sich einig, dass die richtige Ernährung individuell absolut unterschiedlich ist. Man spricht auch von Nutrigenetik. Und was heißt das jetzt? Das heißt, wir müssen selbst herausfinden, was unser Körper braucht, ob wir Energie besser aus Kohlenhydraten oder Fett gewinnen und wie wir unseren Stoffwechsel optimieren. Dabei wird klar, dass wir verlernt haben, intuitiv das Richtige zu essen. Wir lassen uns von den zahlreichen Essensangeboten verleiten und bei unserer Wahl von unseren Emotionen beeinflussen. Das geht auch anders! Wir können lernen, inne zu halten, bewusst zu entscheiden, was wir essen möchten und dann jeden Bissen ohne Ablenkung und Stress zu genießen. Das ist der erste Schritt.

Neben den individuellen Gegebenheiten, die jeder selbst herausfinden muss, möchte ich noch ein paar Grundregeln festhalten, die mir persönlich helfen, in mein Gleichgewicht zu kommen:

1. Ausreichend trinken: Es ist wichtig, über den Tag mind. 1,5-2 Liter Wasser zu trinken, an heißen Tagen oder beim Sport auch deutlich mehr. Die beste Zeit ist zwischen den Mahlzeiten zu trinken und nicht beim Essen, da dies die Verdauungssäfte verdünnt und die Verdauung verlangsamt.

2. Abstände zwischen den Mahlzeiten: Je nach Stoffwechsel nehmen die meisten zwischen 2 und 5 Mahlzeiten am Tag zu sich. Man sollte sich genug Zeit für die Verdauung geben und vor der nächsten Mahlzeit wieder richtig hungrig sein. Ich brauche dazu mind. 3-4h Pause. Zwischen Abendessen und Frühstück sollte genug Zeit liegen. Für mich sind 13h optimal.

3. Richtig portionieren: zum Frühstück lieber weniger und gut Verdauliches essen, um das „Verdauungsfeuer“ zu entfachen. Mittags kann die Portion größer und reichhaltiger sein, da kann der Körper meiner Erfahrung nach am besten verdauen. Abends wieder eine kleinere Portion, um dann gut schlafen zu können. 2 Hände voll für eine Portion ist eine gute Faustregel, an der man sich orientieren kann.

4. Natürlich essen: verarbeitete Produkte sollte man möglichst vermeiden. Die Natur gibt uns je nach Jahreszeit schon das, was wir brauchen. Obst, Gemüse, Getreide und Hülsenfrüchte kann man lecker kombinieren und sollten den Großteil von dem ausmachen, was auf den Teller kommt. Milchprodukte sind eine gute Ergänzung und wer kein ethisches Dilemma damit hat, kann noch Fisch oder Fleisch hinzufügen.

5. Genießen: Es bringt langfristig nichts, auf Dinge ganz zu verzichten, die man gern isst. Natürlich sollte man Zucker möglichst minimieren, aber wenn man mal Lust auf ein Stück Kuchen, Schokolade oder ein Eis hat, dann ist das OK. Wichtiger ist zu erkennen, ob man Gelüste hat, die emotionale Hintergründe wie Stress haben. Dann steht nicht mehr der Genuss im Vordergrund, sondern die Intention, sich damit besser zu fühlen und wir wissen alle, dass das nicht der richtige Weg ist.

Fazit:

Wenn wir unseren Fokus auf eine intuitive und bewusste Ernährung legen und ein Gleichgewicht anstreben, dann geht es uns auf allen Ebenen gut. Wir müssen es „nur“ priorisieren!

Nachdem ich herausgefunden habe, was mein Körper braucht, um im Gleichgewicht zu sein, habe ich auch verschiedene Rezepte ausprobiert und für mich entdeckt, die ich in meinen nächsten Beiträgen teilen werde.

Also, höre auf deinen Körper und nimm dir Zeit – bon appétit!

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